Ich bin kein Gourmetkoch. Zwar habe ich seit dem 18. Lebensjahr alleine gewohnt und bin somit auch in der Lage, mir mein Essen selbst und auch einigermaßen schmackhaft (so empfinde zumindest ich) zuzubereiten. Mit der Kreation neuer Rezepte habe ich meine bisherige Lebenszeit allerdings kaum zugebracht. Deshalb hoffe ich hier darauf, dass LeserInnen der Seite hier mit Rezepten aus ihrem Fundus aushelfen und mir erlauben, diese hier unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Von mir nur ein relativ spärlicher Anfang, eine Art Zufallstreffer beim experimenellen Griff ins Gewürzregal: da ich in der Saison meist höchstens dazu komme, mir Pilze zu trocknen, ein "Rezept" mit Trockenpilzen (1) - sowie eine höchst interessante Entdeckung (2) - sowie eine Fortsetzung von meiner Frau ;-)

4. Steinpilz-Crostini (Rezept von Katharina Krieglsteiner)

Zutaten: 
1 Baguette
400 g Steinpilze
2 Knoblauchzehen (eine fein gehackt, die andere ganz)
1 kleine Chilischote (fein geschnitten)
2 EL Majoran
12 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
 
Zubereitung:
1) Die Steinpilze putzen und in dünne Scheiben schneiden. 
2 Baguette in Scheiben schneiden und bei 225°C im Ofen rösten, bis die Scheiben knusprig sind. 
3) Währenddessen den fein gehackten Knoblauch und die geschnittene Chili in 6 EL Olivenöl anbraten, die Pilze dazugeben, bevor der Knoblauch Farbe bekommt. 
4) Den Majoran nach ca. 5 Min. dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
5) Das getoastete Brot mit der Knoblauchzehe einreiben und das restliche Olivenöl daraufträufeln.
6) Nun die gebratenen Pilze daraufgeben und sofort servieren. 

 

3, Eingelegte Reizker (Rezept von Katharina Krieglsteiner)

Zutaten: 
500 g Reizker (Fichten-  Lachs- oder Edelreizker)
Für den Sud:
125 ml Essig 
250 ml Wasser
2 Lorbeerblätter
1 Zweig Rosmarin
1 Zweig Thymian
2 Knoblauchzehen
ca. 10 ganze Pfefferkörner
1 EL Zucker
Salz 
Olivenöl
Zubereitung: 
1) Die Pilze gründlich putzen und in Stücke schneiden.
2) Den geschälten und halbierten Knoblauch gemeinsam mit den restlichen Sudzutaten für 15 Min. auf niedriger Flamme köcheln lassen. 
3) In der Zwischenzeit die Pilze für ca. 8 Min. in Salzwasser kochen, danach abgießen und abspülen. Danach für 5 Min. im Sud köcheln.
4) Die Pilze noch warm in sorgfältig gespülte Gläser geben, jeweils mit einem Teil des Suds übergießen  und mit Olivenöl auffüllen. 
 
5) Die Gläser gut verschließen und mindestens 2 Wochen durchziehen lassen.

 

2. Erbsenstreulings-Gemüse (vom 11.3.2015)

Eine schöne Ladung Gemüse - am Besten Sorten mit nicht zu intensivem Eigengeschmack, z.B. Zucchini, Chinakohl, Auberginen u.a., ganz normal mit Sahnesauce zubereiten und mit Salz würzen, andere (intensive) Gewürze weglassen. Dazu (beim Zubereiten) eine Scheibe getrockneten Erbsenstreuling ins Gerich zerreiben. Ein Gedicht! Der Erbsenstreuling (Pisolithus arhizus) heißt in Deutschland ja auch "Schiefertrüffel". Katharina und ich konnten im Dezember an verschiedenen Stellen im portugiesischen Alentejo ganz ordentliche Mengen sammeln und trocknen. Die Pilze haben - besonders getrocknet - ein unvergleichliches, voll-pilziges Aroma und geben jedem Gericht eine ganz besondere Note. Sie sind seither ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Küche.

1. Getrocknete Hexenröhrlinge in Piment-Sauce

Man nehme eine gute Handvoll oder mehr getrockneter Hexenröhrlings-Scheiben (Boletus erythropus) und weiche diese in reichlich Wasser ca. 2 Stunden lang ein. Hinzu (gleich oder später) ein Teelöffel (oder 2) voll  Pimentpulver. Dazu Gemüsebrühe und/oder Salz. Aufkochen und eine Weile ziehen lassen. Dabei  je nach Geschmack unterschiedlich viel Sahne zugeben. Das Ganze passt v.a. zu Nudeln (z.B. Bandnudeln), aber auch zu allen anderen Beilagen (Kartoffeln, Reis, ...).

Eine schöne Rezepte-Sammlung finden Sie auf

http://www.fg-myko-wolfen.de/

 

Zum Seitenanfang