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Pilz des Monats Juli 2014: Erlen-Täubling (Russula alnetorum)

Der Erlentäubling zählt zu den kleinsten Arten der Gattung. Er ist ökologisch durch die Bindung an verschiedene Arten der Gattung Erle (Alnus) charakterisiert, wo er an feuchten Standorten wie Bachufern und Erlensümpfen zu finden ist. Früher hat man versucht, eine Hochgebirgsform unter Grünerlen (Russula alnetorum) von einer Flachlandsform unter Schwarz- und Grauerlen (Russula pumila) zu unterscheiden, was inzwischen aufgegeben wurde.

Russula-alnetorum-Erlen-Täubling
Erlen-Täubling (Russula alnetorum) - Nationalpark Eifel (Nordrhein-Westfalen) am 12. August 2012, leg., det., fot. L. Krieglsteiner

Durch die Bindung an Erle ist er an nährstoffreichere Standorte angepasst, da Erlen in ihrem Wurzelbereich symbiontische „Strahlenpilze“ (Actinomyceten – diese sind eigentlich fädig wachsende Bakterien) haben, welche ihrerseits in der Lage sind, Luft-Stickstoff zu binden. Allerdings findet man den Erlen-Täubling wie viele andere Mykorrhizapilze der Erle eher an nicht zu stark durch zusätzliche Nährstoffeinträge geprägten Standorten. Der Erlen-Täubling schmeckt mäßig bis deutlich scharf (und ist damit kein Speisepilz), einen besonderen Geruch hat er nicht. Makroskopisch ist neben dem Standort und der Kleinheit der Fruchtkörper vor allem die starke Tendenz des Stieles, gelblich und dann grau zu verfärben, charakteristisch. So ist er in der Regel auch gut makroskopisch erkennbar. Wie man zumindest eine größere Anzahl von Täublingsarten gut makroskopisch bestimmen kann, ist hauptsächliches Thema beim Täublingskurs in Ruppertshofen im August dieses Jahres.

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