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Pilz des Montas September 2015 - Lilagrauer Nabelrötling (Entoloma incarnatofuscescens)

Heute möchte ich mal wieder einen Rötling zeigen – auch, um für den im Oktober stattfindenden Rötlingskurs (9.-10. Oktober) noch etwas Werbung zu machen. Rötlinge sind nach den Schleierlingen die artenreichste Gattung der Lamellenpilze und es gibt sie in allen Farben, Formen und Größen und mit allen Lamellen-Ansätzen außer völlig frei. Ich zeige eine kleine Art, die habituell eher an einen Nabeling erinnert – hat sie doch einen bald niedergedrückten Hut und herablaufende Lamellen.

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Lilagrauer Nabelrötling (Entoloma incarnatofuscescens) - junge Fruchtkörper an Bachkante über Ölschiefer

sö. Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg, Vorland der Schwäbischen Alb), am 23. August 2015,

leg. Katharina Löw & L. Krieglsteiner, det. L. Krieglsteiner

Im Gegensatz zu Nabelingen (die ebenfalls ein „weites Feld“ darstellen) sind Rötlinge Rosasporer, mikroskopisch kann man die Gattung immer an den typischen eckigen Sporen erkennen. Unter den Nabelrötlingen gibt es nur eine Art mit dem typischen, jung blauen Stiel. Insofern gehört die hier dargestellte Art zu den eher leicht bestimmbaren Arten der Gattung. Welche Ökologie, d.h. Ernährungsweise die meisten Rötlinge haben, ist übrigens noch nicht abschließend geklärt.

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Lilagrauer Nabelrötling (Entoloma incarnatofuscescens) - reichliche, teils reife Aufsammlung

(Achtung: rosa Lamellen!) in naturnahem Auenwald über Muschelkalk (Unterfranken, Schweinfurter Becken,

NSG "Riedholz" bei Grettstadt), am 31. August 2010, leg., det. L. Krieglsteiner

Der Lilagraue Nabelrötling wächst meist an mäßig nährstoffreichen, meist basenhaltigen Standorten, oft auf Kalkböden. Beim Rötlingskurs im Oktober erhalten Sie einen Überblick über die Formenvielfalt, Systematik und Ökologie der großen und teilweise auch schwierigen Gattung.

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